Vanillezucker vs. Vanillinzucker

 

Lange wusste ich ja gar nicht, dass es einen Unterschied zwischen Vanillinzucker und Vanillezucker gibt, denn wer sagt schon Vanillinzucker, bzw. steht das auch selten einmal in einem Rezept so geschrieben.
Für mich war das einfach immer nur Vanillezucker, und die Schreibweise habe ich einfach ignoriert.

Dann habe ich gelesen, was der Unterschied zwischen den beiden ist, und seither bin ich zu 100% auf Vanillezucker umgestiegen.

Fangen wir mit dem echten Vanillezucker an.
Er besteht aus zwei Dingen: Vanilleschote und Zucker.
Den kann man von unterschiedlichen Anbietern im Handel kaufen, oder aber ganz einfach selbst machen.
Ich mache ihn selbst und verwende dafür eine Bourbonvanilleschote und ca. 200 g Rohrohrzucker. In meiner alten Moulinex Kaffemühle, die zu meinen wichtigsten Küchenutensilien gehört, wird die in grobe Stücke gehackte Vanilleschote mit dem Zucker super fein gerieben und danach fülle ich das Ganze in ein Schraubglas um. Ein Packerl gekaufter Vanillezucker wird bei mir durch einen TL selbstgemachtem Vanillezucker ersetzt.

Nun zum industriell hergestellten Vanillinzucker.
Er besteht aus dem Aromastoff Vanillin und Zucker. Vanillin ist der Hauptbestandteil aus der Vanille, diese enthält allerdings noch viel mehr Aromastoffe. Vanillin kann künstlich hergestellt, oder aus natürlicher Quelle sein. Wobei als natürliche Quelle bestimmt nicht  die Vanilleschote oder vielleicht nicht einmal ein anderes Lebensmittel herhalten muss. Wenn auf deiner Verpackung „Aroma“ drauf steht, dann ist es ziemlich sicher chemisch-synthetisch, also künstlich hergestellt. Auch die Bezeichnung „Natürliches Aroma“ heißt in diesem Fall nicht, dass es aus der Vanilleschote gewonnen wurde. Zumindest aber handelt es sich dabei um einen Naturstoff.

Wenn auch du dich noch nie mit diesem Thema auseinander gesetzt hast, dann lese doch einmal auf deinem Vanillinzuckerpackerl nach, was da so drauf steht. Und nachdem du jetzt weißt, was der Unterschied ist, dürfte sich eigentlich nur mehr die Frage stellen: Mache ich meinen Vanillezucker ab jetzt selbst, oder kaufe ich echten Vanillezucker im Supermarkt?

Not macht erfinderisch


Eigentlich wollte ich der Schwimu zum Geburtstag Schaumrollen backen. Habe ich ja auch getan, aber dieses Mal war alles anders.
Die Schaumrollenbäckerin meines Vertrauens – meine liebe Mama – hat mir noch alle erforderlichen Tipps gegeben, den Blätterteig nur von der einen Firma nehmen, eine Schüssel mit Wasser ins Rohr stellen … und im Grunde war ich ja auch gar nicht unerfahren. Ich hab das ja schon das ein oder andere Mal gemacht.

Wie gesagt, dieses Mal war alles anders. Die fertig gebackenen Rollen haben sich nicht unversehrt herunter ziehen lassen, bzw. haben sie sich gar nicht herunter ziehen lassen und somit habe ich sie nur in kleinen Stücken herunter bröseln können.

Gut, so schnell hab ich noch nicht aufgegeben, ich hatte ja noch eine zweite Rolle Blätterteig. Dieses Mal also die eigentlich ja antihaftbeschichteten Schaumrollenformen nach der Reinigung einfetten. So kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen – habe ich mir gedacht. Beim zweiten Backvorgang hab ich das mit dem Wasser im Rohr weggelassen, hatte ich ja früher auch nicht. Ich habe sogar jedes Blech einzeln gebacken. Man weiß ja nie, vielleicht war es ja der Fehler, zwei Bleche gleichzeitig zu backen. Und das Ergebnis – sehr ernüchternd. Von insgesamt 24 gebackenen Schaumrollen haben es 5 unbeschadet überstanden.

Was also tun? Nach kurzer Überlegungsphase habe ich mir gedacht, heutzutage gibt es schon alles im Glas. Bananenschnitte, Topfentorte … warum nicht auch Schaumrollen im Glas.

Ich finde, das Ergebnis kann sich echt sehen lassen. Und geschmeckt hat es auch allen. Schmeckt eigentlich wie Schaumrolle.

Fazit: wenn mal etwas in der Küche schief geht, macht das Beste draus. Ein bisschen Kreativität und schon darf das Essen dort landen, wo es soll, nämlich im Magen und nicht auf dem Kompost.

Kressehase

Kresse hat zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen, u.a. eine antioxidative und Immunsystem unterstützende.
Wer selbst gerne Kresse anbaut, kann dies auch einmal in Hasenform probieren. Ideal für das Osterbuffet.
Dafür die Hartplastik-Verpackung einer Osterschokolade nehmen und ein paar kleine Löcher am Boden hinein bohren, damit später keine Staunässe entsteht. Nun mit 1-2 Blättern Küchenrolle auslegen, anfeuchten und die Kressesamen darauf streuen. Auf einem Teller zum Fenster stellen und 2 mal am Tag anfeuchten. Übriges Wasser abrinnen lassen. Nach ca. 1 Woche kann die Kresse geerntet werden.

Reis

Weißer, geschälter Reis ist nicht die wertvollste Beilage, denn er hat außer einem Sättigungswert nur sehr wenig Wert als Nährstofflieferant. Die wertvollen, gesundheitsliefernden Stoffe sind nämlich in der Schale. Auch in den Reisanbaugebieten in asiatischen Ländern hat sich durch die Industrialisierung viel geändert, denn früher haben die Bewohner ihren Reis als volles Korn gegessen, also mit Schale. Als der Reis industriell geschält wurde, hatten die Menschen dann plötzlich Vitamin B1 Mangel und litten unter der Krankheit „Beri Beri“.
Meine Familie und ich sind echte Vollkornfans, bei Vollkornreis tun aber auch wir uns ein bisschen schwer. Er schmeckt uns einfach (noch) nicht.
Wenn wir weißen Reis essen, dann mischen wir ihn mit Vollkornreis. Wer es ausprobieren möchte, sollte dabei den Vollkornanteil anfangs geringer halten und jedes weitere Mal ein wenig steigern.

Einige Alternativen zum weißen Reis:
Parboiled Reis wird vor dem Schälen unter Druck mit Wasserdampf behandelt. Ungefähr 80% der Mineralstoffe und Vitamine wandern so ins Korn und bleiben trotz Schälen erhalten.
Braunreis (Naturreis) ist ein entspelzter Reis mit Silberhaut und Keimling, wichtige Nährstoffe sind hier enthalten.
Wildreis ist eine dem Reis nahe verwandte Wildgetreideart, ähnlich wertvoll wie Naturreis.
Einkorn hat viele Mineralstoffe und Aminosäuren und kann ebenso als gesunde Alternative zu weißem Reis verwendet werden.

Palatschinken warm halten

Wenn es bei uns zu Hause eine Mehlspeise als Mittagessen gibt, mache ich davor immer eine Suppe, damit auch an diesem Tag viele gesunde Nährstoffe ihren Platz auf unserem Teller finden. Daraus hat sich ergeben, dass ich zum Warmhalten der Palatschinken eine energiesparende Möglichkeit gefunden habe.

Wenn die Suppe noch kocht, aber auch, wenn sie bereits fertig  und abgeschaltet ist, lege ich einen Teller auf den Suppentopf und darauf die jeweils fertig gewordenen Palatschinken. Den wachsenden Palatschinkenberg decke ich mit einem großen Deckel ab.
Die Palatschinken trocknen so nicht aus und bleiben warm, bis sie von uns bei Tisch nach Belieben bestrichen werden. Und bei uns mag jede/r eine andere Fülle 🙂

Zitrone für den Glashaussalat

Viele Blattsalate wie Vogerlsalat, Spinat, Endivie, Kopf- oder Eissalat enthalten im Winter höhere Mengen an Nitrat. Nitrat ist zwar nicht giftig, im Körper kann daraus aber Nitrit entstehen, das an der Bildung von krebserregenden Nitrosaminen beteiligt ist. Beim Salat enthalten vor allem Blattstiele, große Blattrippen und äußere Blätter Nitrat. Diese Pflanzenteile sollte man daher entfernen. 

Bei Freilandsalat wird durch die höhere Sonneneinstrahlung die Umwandlung von Nitrat in Pflanzeneiweiß begünstigt. Daher ist dieser zu bevorzugen.

Wenn dies witterungsbedingt nicht möglich ist, dann ist es gut zu wissen, dass Vitamin C die Umwandlung von Nitrat in Nitrit bremst.

Zitronensaft im Salat, frischer Paprika, oder ein Glas Orangensaft zum Essen dazu helfen somit der Gesundheit mehr, als man sich vielleicht bewusst ist.

Brokkoli als Suppeneinlage mitdämpfen

Eine einfache Methode, etwas Brokkoli als Suppeneinlage zu dämpfen. Den Brokkoli in frischer oder tiefgekühlter Form in eine kleine Schmelzschale, wie man sie zum Schokolade schmelzen verwendet, geben und in den Suppentopf einhängen. Wer keine Schmelzschale hat, kann auch einen kleinen Teller verwenden.
Wichtig: den Deckel wieder oben auf den Suppentopf darauf geben.

Frühlingskur mit Brennnesseltee

Wer seinem Körper im Frühling etwas Gutes tun will und ihn zum Beispiel von etwaigen Medikamentenrückständen der Wintergrippe befreien möchte, kann dies mit einer Brennnesselteekur machen.

Brennnessel enthalten unter anderem viel Vitamin C und Eisen. Sie haben daher neben einer entgiftenden auch eine abwehrstärkende, eine blutreinigende und eine blutbildende Wirkung.

Und so geht’s: bei abnehmendem Mond (z.Bsp. beginnend am 9. März, am 8. April oder am 8. Mai 2018) soll man nachmittags zwischen 15 und 19 Uhr ca. 3-4 Tassen Brennnesseltee in kleinen Schlucken trinken. Dafür jeweils 1 El getrocknete Brennnesselblätter mit 1/4 l Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Zusätzlich über den Tag verteilt viel Wasser trinken, denn der Brennnesseltee wirkt harntreibend, und dem Körper wird dadurch viel Wasser entzogen. Die Kur für 3 bis längstens 6 Wochen durchziehen!

Bei eingeschränkter Herz- oder Nierenfunktion sollte die Brennnessel nicht angewendet werden, ebenso ist der Tee nicht für Schwangere geeignet.