Not macht erfinderisch


Eigentlich wollte ich der Schwimu zum Geburtstag Schaumrollen backen. Habe ich ja auch getan, aber dieses Mal war alles anders.
Die Schaumrollenbäckerin meines Vertrauens – meine liebe Mama – hat mir noch alle erforderlichen Tipps gegeben, den Blätterteig nur von der einen Firma nehmen, eine Schüssel mit Wasser ins Rohr stellen … und im Grunde war ich ja auch gar nicht unerfahren. Ich hab das ja schon das ein oder andere Mal gemacht.

Wie gesagt, dieses Mal war alles anders. Die fertig gebackenen Rollen haben sich nicht unversehrt herunter ziehen lassen, bzw. haben sie sich gar nicht herunter ziehen lassen und somit habe ich sie nur in kleinen Stücken herunter bröseln können.

Gut, so schnell hab ich noch nicht aufgegeben, ich hatte ja noch eine zweite Rolle Blätterteig. Dieses Mal also die eigentlich ja antihaftbeschichteten Schaumrollenformen nach der Reinigung einfetten. So kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen – habe ich mir gedacht. Beim zweiten Backvorgang hab ich das mit dem Wasser im Rohr weggelassen, hatte ich ja früher auch nicht. Ich habe sogar jedes Blech einzeln gebacken. Man weiß ja nie, vielleicht war es ja der Fehler, zwei Bleche gleichzeitig zu backen. Und das Ergebnis – sehr ernüchternd. Von insgesamt 24 gebackenen Schaumrollen haben es 5 unbeschadet überstanden.

Was also tun? Nach kurzer Überlegungsphase habe ich mir gedacht, heutzutage gibt es schon alles im Glas. Bananenschnitte, Topfentorte … warum nicht auch Schaumrollen im Glas.

Ich finde, das Ergebnis kann sich echt sehen lassen. Und geschmeckt hat es auch allen. Schmeckt eigentlich wie Schaumrolle.

Fazit: wenn mal etwas in der Küche schief geht, macht das Beste draus. Ein bisschen Kreativität und schon darf das Essen dort landen, wo es soll, nämlich im Magen und nicht auf dem Kompost.

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